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MADAGASKAR 2008

Vom 21.11.-08.12.2008 befand ich mich mit einigen Kollegen auf einem humanitären Einsatz

in Madagaskar.

Der Aufenthalt wurde von Dr. Gie Meyer Vandehult aus Bad Schwartau organisiert. Die Finanzierung realisierte Interplast Germany e.V. und Pro-Interplast Germany e.V..
Das Team, das aus dem deutschsprachigem Raum kam, bestand aus zwei Orthopäden, drei plastischen Chirurgen, vier Anästhesisten und einem Pfleger. In dem oben genannten Zeitraum wurden 115 Patientinnen und Patienten operiert. Die meisten operierten Patienten waren Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Kontrakturen nach Verbrennungen oder angeborenen Fehlbildungen der Hände und der Füße.
Nach Ankunft in der Hauptstadt Antananarivo mit einem Air France Flug aus Paris, startete bereits am nächsten Tag die Patientensichtung und wir begannen auch schon gegen Mittag mit den ersten Operationen.
Die Patienten wurden ambulant operiert oder stationär aufgenommen falls größere Eingriffe durchgeführt wurden. Nach einer sehr effektiven Zeit und einigen größeren Operationen die sich auch bis in die Nacht zogen wurde nach 5 Tagen ein Ortswechsel vollzogen.
Der Tross bewegte sich nun mit dem Flugzeug von Antananarivo nach Fort Dauphin und von dort ging es weiter nach Manambaro. Manambaro ist eine kleine Ortschaft im Süden Madagaskars. Hier wurde die restlichen 10 Tage operiert. In einem kleinen lutheranischen Krankenhaus hatten wir die Möglichkeit unsere Patienten zu versorgen. Die ortsansässigen Ärzte unterstützten uns tatkräftig dabei.
Nachdem nun auch diese Zeit sich dem Ende neigte konnten Dr. Plötzeneder und ich 3 Tage darauf verwenden einen neuen Einsatz in Tuleara zu planen. Hierfür flogen wir nach Tuleara und organisierten vor Ort mit den Chefärzten des größten Krankenhauses dieser Region eine Kooperation.
Hierbei ist geplant ab 2009 jeweils einmal pro Jahr nach Tuleara zu fliegen und den Kollegen vor Ort einerseits für sie neue Operationsmethoden beizubringen und andererseits Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, angeborenen Fehlbildungen und Kontrakturen nach Verbrennungen zu operieren.
Bei der Organisation und Planung dieses Projektes konnte ich die Interplast Germany e.V. als Unterstützer gewinnen. Vor Ort haben wir starke Partner im Krankenhaus Tuleara und bei der weiteren Organisation hilft uns ein ortsansässiger deutscher Arzt und ein perfekt deutsch sprechender madegassischer Dolmetscher.