Ringbandstenosen

Die Symptome:
– Morgesteifigkeit eines oder mehrerer Finger
– Schmerzende Bewegungen und zeitweilig streckseitige Schwellung
– Schnappphänomen beim Strecken oder Beugen des Fingers

Die Ursache:
Die Beugesehnen werden durch einen diffizilen Bandapparat durch die Hand geführt.
Manchmal wird der Bandapparat jedoch relativ zu eng für die Beugesehnen.
Dadurch ist das Gleiten der Sehnen stark erschwert.

Die Lösung:
Spaltung des zu engen Ringbandes.

Die Vorbereitung: 
– Verzicht auf ASS, Aspirin, Plavix, Marcumar
– Tabakkonsum einschränken
– umfassende Anamnese und Beratung

Die OP:
Spaltung des stenosierenden Ringbandes in örtlicher Betäubung.
Dauer ca. 10 Minuten.

Die Nachsorge:
– nach der OP sollen alle Finger bewegt, jedoch nicht grob belastet werden
– Schonung für einige Tage
– Entfernung des Nahtmaterials zwölf bis vierzehn Tage nach der Operation
– Je nach Beruf eine bis drei Wochen Arbeitsunfähigkeit

Das Resultat:
Langfristig freie Beweglichkeit des Fingers.

Wissenswertes:
Durch intensive Narbenmassage nach dem Fadenzug wird diese schnell wieder
weich und unempfindlich.


Tendovaginitis de Quervain

Die Symptome:
– Schmerzende Bewegungen des Daumens und zeitweilig streckseitige Schwellung
– Bewegung des Daumenendgliedes schmerzt vom Handgelenk teilweise bis in den Oberarm

Die Ursache:
Die Strecksehen des Daumens laufen durch ein oder mehrere enge Kanäle.
Bei Überlastung oder Änderungen im Hormonhaushalt können diese Kanäle relativ zu eng für die Strecksehnen werden. Dadurch ist das Gleiten der Sehnen stark erschwert.

Die Lösung:
Spaltung der zu engen Sehnenkänäle auf Höhe des Handgelenkes.

Die Vorbereitung: 
– Verzicht auf ASS, Aspirin, Plavix, Marcumar
– Tabakkonsum einschränken
– umfassende Anamnese und Beratung

Die OP:
Spaltung des stenosierenden Sehnenfaches in örtlicher Betäubung oder
Regionalanästhesie. Dauer ca. 15 Minuten.

Die Nachsorge:
– nach der OP sollen alle Finger bewegt, jedoch nicht grob belastet werden
– Schonung für einige Tage
– Entfernung des Nahtmaterials zwölf bis vierzehn Tage nach der Operation
– Je nach Beruf eine bis drei Wochen Arbeitsunfähigkeit

Das Resultat:
Langfristig freie Beweglichkeit des Daumens.

Wissenswertes:
Durch intensive Narbenmassage nach dem Fadenzug wird diese schnell wieder
weich und unempfindlich.


Tennis Ellenbogen (Epicondylitis radialis humeri)

Die Ursache:
Häufig durch Überlastung der Handgelenk-Streckmuskulatur und der speichenseitigen Muskulatur. Gerne tritt die Epicondylitis bei Patienten auf die beim Tennis oder Golf eine unsaubere Spieltechnik an den Tag legen. Dadurch wird die Muskulatur, die aussen am Ellenbogen ansetzt kontinuierlich überlastet und schmerzt zunehmend.

Die Lösung:
Denervierung nach Wilhelm ( Durchtrennung / Teildurchtrennung von Muskelansätzen und sensorischen Nerven am äußeren Ellenbogen).

Die Vorbereitung: 
– Verzicht auf ASS, Aspirin, Plavix, Marcumar
– Tabakkonsum einschränken
– umfassende Anamnese und Beratung

Die OP:
Darstellung und Desinsertion von Teilen der schmerzenden Muskulatur in Vollnarkose oder Regionalanästhesie. Dauer ca. 60 Minuten.

Die Nachsorge:
– nach der OP sollen alle Finger bewegt, jedoch nicht grob belastet werden
– Schonung für einige Tage
– Tragen der Schiene für 10-14 Tage
– Entfernung des Nahtmaterials zwölf bis vierzehn Tage nach der Operation
– Je nach Beruf ca. drei Wochen Arbeitsunfähigkeit

Das Resultat:
Langfristig schmerzfreie Beweglichkeit der Hand und des Unterarmes.

Wissenswertes:
Auch wenn man durch die Desinsertion und Denervation nach WILHELM normalerweise langfristig gute Operationsergebnisse erzielen kann, sollte dringend an der zugrundeliegenden Technik in der jeweiligen Sportart gefeilt werden.