Bei Kontaktsportarten wirken teilweise erhebliche Kräfte auf die Hände und Unterarme.
Hierbei wird die feingliedrige und perfekt austarierte Hand außergewöhnlich beansprucht.
So hat man häufig Verletzungen des Kapsel-Band-Apparates der Finger. Ein prominentes Beispiel ist der „Skidaumen“ bei dem ein Band am Daumengrundgelenk reißt. Ohne eine operative Sanierung bleibt das Daumengrundgelenk instabil bleibt und es entwickelt sich
eine frühzeitige Arthrose. Bei akut aufgetretenen Beschwerden nach Traumata vergeben
wir gerne kurzfristig einen Termin.

Finger-, Mittelhand und Handwurzelbrüche

Die Frakturen der Hand sind ein weites Feld. Hierbei muss klar differenziert werden zwischen Verletzungen die einer operativen Therapie bedürfen und Verletzungen die man ohne Operation zur folgenlosen Ausheilung bringen kann.

Kindliche Frakturen

Häufig müssen kindliche Frakturen nicht operiert werden, da das kindliche Skelett höhere Kompensationsfähigkeit als das des Erwachsenen hat. In den Fällen wo eine Operation indiziert ist muss jedoch umso genauer und subtiler unter der Operation vorgegangen werden.

Kahnbeinfraktur/Pseudarthrose

Das Kahnbein ist ein Knochen in der Handwurzel. Wenn einer der Handwurzelknochen nach einem Sturz oder einem anderen Trauma bricht, ist es in den meisten Fällen das Kahnbein.
Die Fraktur des Kahnbeines sollte unbedingt ausreichend behandelt werden, da ein „Nichtverheilen“ des Kahnbeines (Pseudarthrose) oder eine Verheilung in Fehlstellung weitreichende Folgen für die Beweglichkeit des gesamten Handgelenkes nach sich zieht.

Instabilität der Handwurzelknochen

Die Handwurzelknochen sind durch einen genau aufeinander abgestimmten Bandapparat miteinander verbunden. Wenn durch ein Trauma Teile des Bandapparates verletzt sind,
muss man eine genau auf die Diagnose abgestimmte Therapie einleiten.
Am häufigsten reisst das Band zwischen dem Kahnbein (Scaphoid) und dem Mondbein (Lunatum). Das sogenannte SL-Band muß zumeist rekonstruiert werden, da ansonsten
eine gravierende Fehlstellung der Handwurzelknochen mit anschliessender Zerstörung
des Handgelenkes flogt.

Lunatummalazie

Bei diesem Krankheitsbild, das auch als Morbus Kienböck bezeichnet wird, kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung des Mondbeins, was durch die zentrale Stellung dieses Knochens
in der Handwurzel schwerwiegende Veränderungen nach sich ziehen kann.